Interview
Was macht Sie verlegen?
Wenn ich öffentlich gelobt werde.
Wann hätten Sie gern Gedächtnislücken?
Gedächtnislücken habe ich niemals gerne, ob ich mich aber immer auch daran erinnern will, ist eine ganz andere Frage!
Bei wem möchten Sie gern mal Mäuschen spielen?
Bei dem jeweils amtierenden Papst. Ich möchte endlich herausfinden, wie man es schafft, über zweitausend Jahre eine derartig globalisierte Organisation erfolgreich zu leiten.
Was machen Sie nur heimlich?
Das verrate ich natürlich nicht!
Worauf können Sie am ehesten verzichten?
Auf Termine am Sonntag, ich würde gerne diese Zeit ausschließlich für meine Familie und mich nutzen.
Haben Sie ein Haustier?
Derzeit habe ich kein Haustier, der Cocker Spaniel „Lucky“ ist zu Beginn des Jahres verstorben.
Welche Autoren mögen Sie besonders?
Tanja Kinkel, Nicola Hahn und Martin Walser.
Sind Sie nachtragend?
Ich bin eigentlich nicht nachtragend, vergesse aber Dinge selten, über die ich mich menschlich geärgert habe.
Was essen Sie besonders gern?
Bayrischen Leberkäse mit Spiegelei, Bratkartoffel und Salat.
Eine Fee möchte Ihnen einen Wunsch erfüllen – welchen?
Die Welt ist frei von Kriegen, die Menschheit ist frei von Missgunst und Aggressivität, sämtliche Sicherheitsbehörden weltweit können abgeschafft werden – wirklich ein Traum, ich befürchte, eine derartige Fee wird es auch künftig nicht geben.
Welche drei Dinge würden Sie an sich verändern?
Erstens regelmäßig, das heißt täglich Sport treiben, zweitens besser abschalten, drittens – weiß ich nicht!
Sie gewinnen eine Million – was nun?
90 % würde ich längerfristig anlegen und 10 % würde ich an Einrichtungen spenden, die für Behinderte tätig sind.
Haben Sie Hobbies?
Wenn möglich einmal die Woche Tennis spielen! Regelmäßig in die Sauna gehen und aktuelle Belletristik lesen.
Wenn Sie Jugendfotos von sich sehen……
…bin ich überrascht, dass mir die langen Haare, die schlappischen Klamotten und überhaupt alles damals wirklich gefallen haben sollen.
Welche eigene sportliche Leistung bewundern Sie am meisten?
Keine!
Ihr Erfolgsgeheimnis?
Desto stürmischer die See, desto nervöser mein Umfeld, umso ruhiger und analytisch reagierender werde ich.
Was war Ihre größte sportliche Niederlage?
Als mich meine Klassenkameraden in der Sexta aus der Fußball-Klassenmannschaft herausstellten, nur weil ich innerhalb von fünf Minuten zwei Eigentore geschossen habe. Ich wurde zum Trainer ernannt.
Ihr Lieblingsgegner?
Ich habe keinen Lieblingsgegner, das klingt ja nach einer lebenslangen Feindschaft.
Ihr Sportheld?
Die zahllosen Amateure, die in ihrem Verein und für ihre Mannschaft das Letzte geben.
Welches Sportereignis hat Sie am meisten fasziniert oder aufgeregt?
Die Fußballweltmeisterschaft 1966 und der Betrug hinsichtlich unseres Wembley-Tores!
Bei welcher Sportart schalten Sie den Fernseher ab?
Wrestling und alle Kampfsportarten, außer Boxen mit Regina Halmich oder den Klitschko-Brüdern.
Was gefällt Ihnen an sich selbst überhaupt nicht?
Das ich ein paar Pfunde zu viel habe.
Wie und wo können Sie am besten ausspannen?
In der kleinen Sauna in meinem Haus, danach ein aktuelles Buch zum Lesen in der Hand.
Welche Musik hören Sie am liebsten?
Ich bin ein Kind der 60iger und 70iger Jahre, also von Beatles bis Abba.
Was können Sie besonders gut kochen?
Ich meine, mir gelingt Spaghetti Bolognese besonders gut, meine Familie meint das nicht immer!
Ihre Lieblingsschauspielerin?
Hanna Schygulla in den alten Werner Fassbinder-Filmen.
Ihr Lieblingsschauspieler?
Ulrich Mühe, leider viel zu früh verstorben.
Worüber können Sie richtig lachen?
Über komische Situationen, die unvorbereitet geschehen.
Warum wollten Sie in die Politik?
Von der kleinen Welt in meiner Kommune Bad Vilbel bis zur großen Politik muss einiges verändert werden, Freiheit und Selbstverantwortung möchte ich endlich gegen die Etatisten und Staatsgläubigen durchsetzen.
Was war der schönste Augenblick in Ihrem Leben?
Als mein erster Sohn Kai-Uwe geboren wurde.
Was war der schwierigste Augenblick in Ihrem Leben?
Gemeinsam mit Ruth Wagner die bürgerliche Regierungskoalition in Hessen im Februar 2000 zu retten, obwohl Ministerpräsident Roland Koch im Zuge der CDU-Geldaffäre einmal richtig die Unwahrheit gesagt hat!
In welcher Situation müssen Sie große Selbstdisziplin üben?
Wenn ich mich ungerecht angegriffen fühle, kann ich leicht sehr emotional werden, das ist aber wahrlich nicht souverän!
Was geht Ihnen leicht von der Hand?
Situationen erfassen und analysieren.
Was imponiert Ihnen bei einem Gesprächspartner spontan am meisten?
Intellektuelle Tiefe, die aber locker und amüsant verpackt wird.
Welches Sprichwort hat für Sie in der Politik eine neue Bedeutung gewonnen?
Die Kölner Weisheit: Jeder Jeck ist anders!
An wen haben Sie zuletzt einen persönlichen Brief geschrieben?
Das werde ich auch gerade öffentlich erklären!
Wie sähe unser Leben ohne Internet aus?
Gibt es ein Leben, gab es ein Leben ohne Handy, Internet und schnelle Kommunikationswege? Ich kann mich daran nicht mehr erinnern!
Welches Motto prägt Sie?
Leben und Leben lassen.